OBD steht für On-Board-Diagnose. Jedes moderne Auto hat eine genormte Buchse, über die sich Fahrzeugdaten auslesen lassen. Ursprünglich für die Werkstatt gedacht, ist sie heute die einfachste Art, ein Auto zu vernetzen. Hier liest du, was über OBD läuft und warum nicht jedes Modell gleich viel preisgibt.
Wo sitzt die OBD-Buchse?
In den allermeisten Autos findest du die Buchse im Fußraum auf der Fahrerseite, meist links unter dem Lenkrad. Manchmal ist sie hinter einer kleinen Abdeckung versteckt. Sie ist 16-polig und genormt, ein OBD-Gerät passt also in praktisch jedes Auto.
Ab wann hat mein Auto OBD?
Die einheitliche Schnittstelle OBD-II ist in Deutschland für Benziner ab Baujahr 2001 und für Diesel ab 2004 Pflicht. Das heißt: Nahezu jeder Pkw, der heute auf der Straße fährt, hat die Buchse.
Welche Daten laufen über OBD?
Über OBD lassen sich je nach Fahrzeug unter anderem auslesen:
- Kilometerstand
- Tankfüllstand
- Fehlercodes und Warnungen aus dem Steuergerät
- Motordrehzahl und Geschwindigkeit
Ein Tracker mit eigenem GPS ergänzt das um Position, Fahrten und Fahrstil. Standort und Fahrtenerfassung hängen also nicht von der OBD-Datenlage ab, sondern liefert das Gerät selbst.
Warum liest nicht jedes Auto alles aus?
Die Grunddiagnose ist genormt, aber Komfortdaten wie der genaue Kilometerstand oder der Tankfüllstand werden von den Herstellern unterschiedlich bereitgestellt. Bei manchen Modellen kommen sie sauber über OBD, bei anderen nur teilweise. Deshalb kann ein und derselbe Tracker bei einem Auto den Kilometerstand automatisch ziehen und beim nächsten nicht.
Wichtig zu wissen: Nicht-gelistet bedeutet nicht inkompatibel. Die Kernfunktionen wie Ortung, Fahrten und Fahrstil laufen auf nahezu jedem Auto. Die Liste beantwortet nur, ob auch Kilometerstand und Tank automatisch kommen.
Vorher prüfen statt raten
Bevor du dich entscheidest, lohnt ein Blick in den Kompatibilitäts-Check. Du wählst Marke, Modell und Baujahr und siehst sofort, was bei deinem Auto automatisch ausgelesen wird und was nicht.